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Bild von Eric Franklin (Franklin Methode) Das Kreuzbein sitzt wie ein Schlussstein zwischen den beiden Beckenhälften.

Aufbau von Becken und Kreuzbein!!!

Hast du immer mal wieder ein Zwicken im unteren Rücken, Blockaden im ISG (Iliosacralgelenk) oder einfach immer wieder Verspannungen, die nicht weg gehen wollen?

Vielleicht hast du schon eine Diagnose vorliegen und weißt woher die Schmerzen kommen. Vielleicht ist das Zwicken hier und da, auch von einer schlechten Haltung und Muskelverspannungen.

Erfahre hier, was Du tun kannst, um Dein Becken und Kreuzbein zu entspannen.

In diesem Blogbeitrag erzähle ich dir ein paar wissenswerte Dinge über dein Becken und dein Kreuzbein. Am Ende dieses Blogbeitrages findest Du zwei ganz einfach und leichte Übung, die Dein Becken ausrichtet und Dein Kreuzbein mobilisieren.

Damit du deinem Becken und Kreuzbein etwas Gutes tun kannst, solltest Du über die Funktion das Wichtigste wissen – denn, wie willst Du eine Veränderung in Dein Becken und Kreuzbein bringen, wenn Du nicht genau weißt wo es sitzt und wie es funktioniert.

Los geht’s mit der Funktion: Das Becken besteht aus zwei Beckenhälften, die sich mit deinem Kreuzbein verbinden. Diese Verbindung, in der jeweils die eine Beckenhälfte auf das Kreuzbein trifft – ist das oft gehörte ISG (Iliosakralgelenk). Das Kreuzbein ist demnach wie ein Schlussstein, es verbindet die Beckenhälften. Es ähnelt einem Dreieck und das Steißbein ist die bewegliche Spitze am Ende.

 

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Bild von Eric Franklin (Franklin Methode) Dort wo die beiden Beckensschaufeln auf das Kreuzbein treffen ist das ISG (Iliosakralgelenk)

Das ISG (Iliosakralgelenk) ist ein unechtes Gelenk, also kein echtes Gelenk wie z.B. unser Hüftgelenk, welches wir spürbar und vielseitig bewegen können. Dennoch kann sich auch dieses ISG minimal bewegen.

Diese Bewegung ist wichtig, denn für die Balance zwischen den Muskeln spielt es eine große Rolle. Auf die Muskeln möchte ich aber genauer in einem separaten Blog eingehen. Mir ist hier erst mal wichtig, dass Du die natürliche Funktion von Deinem Becken und Kreuzbein verstehst.

Wenn nun das Kreuzbein sich nicht mehr bewegen kann, weil z.B. die Muskeln außer Balance gekommen sind und es zu Blockierungen kam, kann das schmerzhaft werden. Es ist wichtig, das Becken und Kreuzbein in einer guten Balance zu halten.

Was kannst Du also tun, damit Dein Kreuzbein frei und beweglich bleibt? Dich sinnvoll bewegen…genau…. und nicht nur 1x pro Woche bei Deinem regelmäßigen Sportprogramm – nein!

Dein Alltag ist Dein tägliches Training und der Schlüssel zu mehr Entspannung und totaler Schmerzfreiheit.

Wenn Du den ganzen Tag, eine schlechte Haltung hast, dann trainierst Du auch den ganzen lieben langen Tag „eine schlechte Haltung“.

Wie meine Lehrerin, Schwester Silvia (Ausbilderin der Franklin Methode), uns immer gepredigt hat: „Dein Alltag ist Dein täglich Training“!!

Wir müssen daher am Kern ansetzen und Dein Bewusstsein im Alltag schulen.

Möchtest Du eine Übung haben mit der Du in Deinem Alltag etwas für Dein Kreuzbein tun kannst?

 

Vielleicht nach der Arbeit bevor es auf dein verdientes Sofa geht?

 

Dann schau Dir jetzt die nachfolgenden zwei kleinen Mini Übungen an und probiere es am besten gleich aus…

 

Übung 1 : Plie 

Ausgangsstellung: Stell Dich aufrecht, hüftschmal und mit leicht gestreckten Knien hin.

Bewegungsausführung:IMG-20140307-WA0025

  1. Schiebe Deine Knie leicht nach vorne und komm dann langsam wieder zurück. Hier darauf achten, dass Du beim zurück kommen  in keine Überstreckung der Knie gehst. Wiederhole dies 10/12x.
  2. Wenn Du magst, lege eine Hand auf Dein Kreuzbein und spüre wie sich das Kreuzbein in Deine Hand hinein bewegt wenn Du diese Übung ausführst.
  3. Stell Dir vor wie sich Deine ISG´s (Iliosacralgelenke) in einer ganz kleinen Bewegung bewegen.  Dein Kreuzbein macht eine kleine „Winkbewegung“ (Nutation genannt). Es bewegt sich vor und wieder zurück. Dein Steißbein, welches an der Spitze des Kreuzbeines befestigt ist, schwingt wie im Wind locker leicht vor und zurück.

 

Übung 2 : Beckenkippung

Ausgangsstellung: Rückenlage – Deine Beine sind hüftschmal aufgestellt und Deine Wirbelsäule ist neutral entspannt.

Bewegungsauführung:

Gehe nun mit deiner Aufmerksamkeit zu Deinem Becken. Spüre den Auflagepunkt Deines Beckens / Kreuzbeines und die leichte natürliche Krümmung Deiner Lendenwirbelsäule (das kleine gesunde Hohlkreuz). Lasse vor Deinem inneren Auge das Kreuzbein erscheinen – die stabile Dreiecksform. Beginne jetzt mit einer Schaukelbewegung über Dein Kreuzbein. Lass dein Kreuzbein zu einer Wippe werden und bewege dich so, dass du einmal zum Steißbein wippst und dann in die Gegenrichtung zum oberen Beckenrand. Mal kannst du die Lendenwirbelsäule auf der Unterlage spüren, dann löst sich diese wieder und und schwebt in der Luft. Wiederhole dies 10/12x

Noch ein kleiner Tipp für Deinen Alltag! Versuche öfter daran zu denken, dein Becken entspannt neutral in deiner Körpermitte zu halten und das Körpergewicht gleichmäßig auf beiden Beinen zu verteilen. Zum Beispiel, wenn Du an der Kasse stehst – Steh auf beiden Beinen und lass vor Deinem inneren Auge Dein Kreuzbein winken. Dein Steißbein schwingt mit … vor und rück…. Spüre den Wind! 😉 Versuch es mal!

Allein die Vorstellung aktiviert schon einen kleinen Prozentteil unserer Muskeln und Knochen!!!!

Wenn Du mehr für ein entspanntes Becken und Kreuzbein tun möchtest, schaue Dir mein  Video „ein befreites Becken und eine entspannte Lendenwirbelsäule“ an.

 

Sportlich herzliche Grüße

Melanie