3 Möglichkeiten, deine Faszien zu dehnen, und worauf du dabei achten solltest

Für ein bewegliches Fasziennetz und damit auch für entspannte, freie Muskeln, solltest du wissen, wie du dich „fasziengesund“ bewegst. Das ist besonders wichtig, wenn du schon unter Verspannungen, Schmerzen und muskulären Blockaden leidest.

Das Gute an unserem Fasziensystem ist, dass es anpassungsfähig ist. 🙂

Was bedeutet das?

Tust du deinen Faszien Schlechtes an – insbesondere durch falsche Haltungen und Bewegungsmuster –, passen sie sich diesen schlechten Gewohnheiten an. In der Folge können deine Faszien verkürzen, verkleben und Schmerzen verursachen.

Gibst du ihnen jedoch Gutes – durch richtige Haltungen und förderliche Bewegungen –, passen sie sich auch diesen guten Gewohnheiten an. So kannst du Verspannungen, Schmerzen und Blockaden vorbeugen bzw. sie langfristig auch auflösen.

Eine Möglichkeit, deinen Faszien Gutes zu tun, sind Dehnungsübungen.

Faszien wollen vor allem Bewegung. Sie brauchen Bewegung für eine gute Durchfeuchtung, die dafür sorgt, dass die Faszien elastisch bleiben und gut zusammenarbeiten können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unsere Faszien zu bewegen. Eine sind Dehnungsübungen. Damit kannst du deine Faszien gezielt ansprechen und aktivieren.

Ich stelle dir hier die 3 wichtigsten Wege vor, wie du deine Faszien durch Dehnungen aktivieren kannst:

Photo by Oliver Vosshage / Photostudio-Kroepcke-Passage / www.ov-pics.com

1. Statische Dehnungen

Möglichkeit 1: Statische Dehnungen

Klassische Dehnungsübungen, wie du sie aus der Gymnastik, vom Yoga, Pilatestraining oder Stretching kennst, tun deinem Fasziensystem unheimlich gut.

Nimm eine Dehnungsposition ein und halte diese für etwa 2 bis 3 Minuten. Spüre in diese gehaltene Position hinein und nimm wahr, was passiert: Wo spürst du einen Zug? Wie verändert sich das Ziehen allmählich in dieser gehaltenen Position? …

Achtung: Als Anfänger sei besonders sanft zu deinen Faszien und gehe nur so weit in die Dehnung hinein, dass ein leichter Zug entsteht. Du solltest in der Dehnung noch entspannt atmen und lächeln können. 🙂

Photo by Oliver Vosshage / Photostudio-Kroepcke-Passage / www.ov-pics.com

2. Selbstmassage

Möglichkeit 2: Selbstmassage

Mit der Selbstmassage kannst du gezielt an verklebten Stellen Verklebungen lösen. Hier kannst du mit verschiedenen Kleingeräten wie der klassischen Faszienrolle, einer Kugel (oder einem Tennisball) oder auch weichen Bällen deine faszialen Strukturen punktuell bearbeiten und Verklebungen lösen.

Hole dir hier mein eBook, in dem du genau eine solche Übung zur Entspannung für dein Becken und des unteren Rückens findest.

Achtung: Schaue, dass du mit härteren Geräten wie zum Beispiel einer Kugel nicht direkt auf deinen Knochen arbeitest. Massiere an weichen Stellen, an denen sich Muskeln und natürlich auch Faszien befinden. 😉 Gehe nur soweit in den Wohlfühlschmerz hinein, wie er dir noch gut tut.

Photo by Oliver Vosshage / Photostudio-Kroepcke-Passage / www.ov-pics.com

3. Elastisches und dynamisches Dehnen

Möglichkeit 3: Elastisches und dynamisches Dehnen

Elastische Dehnungen sind Übungen, bei denen du in eine bestimmte Dehnungsposition gehst, den Körper einen Moment „statisch“ in der Dehnung hältst und dann mit ganz kleinen, sanften Federbewegungen den Zug in der Länge veränderst und damit Reize setzt.

Dynamische Dehnungen sind Übungen, bei denen du im Schwung bist und durch die Bewegung dein Fasziennetz aktivierst und durchfeuchtest. Zum Beispiel kannst du gut deine Arme nach oben zur Decke ausstrecken und dann von oben nach unten fallen lassen – also sie quasi einmal durchschwingen. Dabei federst du leicht in deinen Knie mit.

Achtung: Bei allen Dehnungen ist es wichtig, auch 3-dimensional zu arbeiten, so dass sich dein Fasziennetz in alle Richtungen entfalten und so noch flexibler werden kann. Das bedeutet, wenn du eine bestimmte Halteposition eingenommen hast, solltest du immer auch eine leichte Gelenkveränderung durchführen. Du variierst dafür den Winkel im Gelenk und veränderst dadurch die Bewegungsebenen.

Achte darauf, was deinem Körper gut tut

Bei allen Dehnungen solltest du darauf achten, dass du – gerade zu Beginn – vorsichtig in die Übungen gehst. Damit du all deine Körperstrukturen in Dehnung und Bewegung bekommst, solltest du diese hier aufgezeigten Möglichkeiten kombinieren und schauen, was deinem Körper gut tut.

Hier in diesem Video zeige ich dir einen kleinen Bewegungsablauf, der die verschiedenen Dehnungstechniken beinhaltet. Welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, deine Faszien zu aktivieren, beschreibe ich dir bald in weiteren Blogartikeln.

Hast du Fragen oder Anmerkungen dazu, dann schreib mir doch gerne eine Nachricht – ich freue mich auf deine Fragen oder dein Feedback … Klicke hier und du kommst über den neuen Messenger direkt mit mir in Kontakt.

Herzlichst
Deine Melanie


 

Fotos: Oliver Vosshage / Photostudio Kroepcke-Passage / www.ov-pics.com